zbb e.V.

zusammenschluss bayrischer bildungsinitiativen

zbb@arcor.de
fritz letsch theaterpädagoge, zukunftswerkstatt- moderator

im kollegEnkreis entwicklungsdienst theater - methoden in der Paulo-Freire-Gesellschaft eV
lehrbeauftragter an der fachhochschule münchen, fachbereich 11 sozialwesen
kirchweg 6a, 81379 münchen, april 2002/7-2000/4-1999

 

Aktuell:

zum Weltspartag am 31. Okt. 2002 eine Veranstaltung im EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80 http://www.einewelthaus.de zu aktuellen Anlagemöglichkeiten,

am 7. (?) November eine Veranstaltung zu börsennotierten Projekten mit Max Deml, näheres sicher bei http://www.oekokick.de/

Eine Welt in der Münchner Agenda 21

München-Fonds: Eine ethisch-ökologische Geld-Anlage

Der München-Fonds sollte ein von der Stadt propagierter und von Sparkassen und Banken vertriebener Fonds zur ethisch-ökologischen Anlage für BürgerInnen aber auch nicht zuletzt städtischer Mittel werden.

Das Projekt ruht im Augenblick,
weil weder im städtischen noch im Banken- Bereich tatsächlich tragfähige Reaktionen die Idee weiterentwickelten.
Die Dokumentation der mir vorliegenden gemeinsam erarbeiteten Materialien folgt unten.

In der Zwischenzeit ist im Oktober 2001 
die Zusammenfassung einer Umfrage zu ethisch-ökologischem Geld- anlegen erschienen, die in Initiativen, Sparkassen und Banken verteilt werden kann. Zu beziehen ist sie durch Zusendung von ca Euro 1.50 in Briefmarken an das Agenda-Büro Eine Welt,
Implerstr. 9, 81371 München, Zimmer 315, Tel. 089-233 -23248, Fax -20347

Eine (nicht die letztgültige Druck-Fassung) steht im Internet unter Dateien in der Gruppe http://de.groups.yahoo.com/group/agenda21invest,
die auch jeweils aktuellere Nachrichten und Ihre Kommentare und Ergänzungen in der mailing-liste erwartet.

Die Arbeit am ethisch-ökologischen Investment geht konkret weiter:
Ein Investment-Club trifft sich regelmässig in der Münchner Volkshochschule, näheres und aktuelle Termine unter
http://www.oekokick.de/
 

Das Projekt kann jederzeit wieder aktiviert werden durch Kontakt an zbb@arcor.de

Heinz Schulze, Agendakoordination, c/o Referat für Gesundheit und Umwelt
Implerstr. 9, 81371 München, Zimmer 315, Tel. 089-233 -23248, Fax -20347

Renate Hechenberger, Büro 3. Bürgermeister
Rathaus, Zimmer 203, 233-92475, Fax -26505

fritz letsch theaterpädagoge, zukunftswerkstatt- moderator
kirchweg 6a, 81379 münchen, 089-72308046

Geschichte:
Entwurf eines Investment- und Projekte-Fonds



Einladung zu einem Zukunftswerkstatt-Abend:
Ethisch-ökologische Geldanlagen in München

Montag, 4. Oktober 1999 18-22 Uhr in den Rathaus-Trinkstuben
(gleich nach dem Rathauspförtner die zweite Treppe rechts)

Seit einem Jahr trifft sich ein Kreis von Agenda-Mitarbeitenden mit Bänkern und Finanz-Fachleuten,
um aus der Idee des Runden Tisches, einen "München-Fond" zu entwickeln, ein Projekt zu gestalten.

Jetzt ist für uns der Zeitpunkt, für die konkrete Umsetzung noch mehr Mitwirkende
und Interessenten zu finden und einzubinden.

Im Rahmen dieses Zukunftswerkstatt-Abends werden wir
- über den Stand der Entwicklung berichten
- offene Fragen zu Arbeitsgruppen sortieren
- Utopien der Einzelnen zum Projekt sammeln
- Ihre Beteiligungsmöglichkeiten entwickeln
- unsere Planung für den Herbst abstimmen

Auf Ihre Meinungen und Beiträge legen wir großen Wert,
und bitten um Rückmeldungen auch, wenn Sie nicht teilnehmen können:



Baustelle:
Seit einigen Monaten entwickelt eine Arbeitsgruppe aus Anlageberatenden, Investment-Fachleuten und verschiedenen Initiativen und Projekten im Fachforum Eine Welt zur Agenda 21 einen Fond für ethisch-ökologische Geldanlagen in München, der den Kriterien der Anleger in diesem Bereich entsprechen und neue Impulse für nachhaltiges Wirtschaften in München auslösen soll.

Ziele
Nachhaltiges Wirtschaften denkt für eine längere Zukunft und ressourcenschonende Produktion. Nachhaltigkeit hat die Zukunft kommender Generationen im Blick, zukunftsfähig ist nur ein Wirtschaften, das die Begrenztheit von Rohstoffen und die Kreisläufe der Natur, aber auch unserer Schädigungen einrechnet und Auswege aus schädlichem Verhalten entwickelt.

Unser angelegtes Vermögen soll sich im im Einklang mit unseren persönlichen Zielen und Grundsätzen verhalten.

Das um den Erdball rasende Anlagegeschäft hat längst seine regionalen zukunftsweisenden Gegenspieler: Tausch- und Leihgenossenschaften, berufliche und ländliche Entwicklungsagenturen, Vermarktungs- und Versorgungsgemeinschaften.

Ihre Arbeit erscheint zumindest in der Öffentlichkeit nicht renditefähig, ist aber der wirkliche Innovationskern der jeweiligen Gesellschaften. Grössere Renditen sind durchaus mit "grünen" Anlagen zu erzielen, wie in der Schweiz und den USA längst bewiesen wird. Die Informationen reichen noch nicht einmal durch unser Land: Wo im Norden längst ganze Windkraft-Parks (auch als rentable Anlage) entstanden sind, behinderten im Süden die Behörden noch die einfachen Sonnenkollektoren, die für die einzelnen Haushalte ertragreicher als die grossen Solarprojekte sein dürften, die nun endlich auch hierzulande staatlich gefördert werden.

Bereiche wie Naturkost und Fairhandel können massive Zuwachsraten verzeichnen. Entsprechend könnte es mit mittelständischen Projekten im Energie-, Bau- und Versorgungsbereich weitergehen.

Über den Einsatz der Mittel soll Kontrolle durch die Anlegenden bestehen. Die Kriterien für börsennotierte Aktien sind wie für die münchen-bezogenen Projekte durch einen Beirat auf dem aktuellen Stand zu halten und durch die Anlegenden mit Anregungen und Vorschlägen zu ergänzen. Nutzniesser der Darlehen sollen auch moralisch Rechenschaftspflichtig sein.

Rating-Organisationen bewerten schon bisher die am Markt vertretenen Unternehmen nach Umwelt-Kriterien, für den Bereich der internationalen Anlagen sollen noch die Arbeitsschutz- und Kinder-/Frauenrechtsvereinbarungen eingearbeitet werden.

In Frage kommen ausschließlich Unternehmungen, die im Großraum München angesiedelt sind (auch Zweigniederlassungen) oder die einen sonstigen langfristigen Bezug zu München aufweisen können.

Bevorzugt berücksichtigt werden Unternehmungen, die besondere Aktivitäten zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft entwickeln, insbesondere durch ökologisch tragfähige Nutzung der natürlichen Ressourcen (z.B. durch die Entwicklung oder Verwendung erneuerbarer Energien oder durch Maßnahmen zum Luft-/Wasser-/Bodenschutz), durch Stärkung des sozialen Zusammenhalts (z.B. durch Modelle der Mitarbeiterbeteiligung oder durch Projekte zur Förderung des interkulturellen Zusammenlebens) oder der weltweiten Verteilungsgerechtigkeit (z.B. durch Ansätze für faire Wirtschaftsbeziehungen oder durch die Unterstützung benachteiligter Bevölkerungsgruppen).

Ausgeschlossen sind Unternehmungen, die in folgenden Sparten tätig sind

Ausnahmen sind möglich bei Projekten zum Ausstieg.

Ein Fachbeirat entscheidet über die Auswahl der Projekte.

Einsatzgebiete der Mittel

Ausschluss-Bereiche der Anlagen

Konversionsprojekte zum Ausstieg aus Rüstung und Tierversuchen,
Gen- und Atom-Wirtschaft

Verwirklichung:

Modell: Börse + Projekte-Fonds + Lebensversicherung

Die Börsen-notierten Anlagen werden von einem Fonds-Managment nach dem Kriterienkatalog, aber ansonsten freihändig nach den täglichen Gegebenheiten gewinnbringend verhandelt.

Der Münchner Projekt-Bereich wird über eine eigene Gesellschaft in Abstimmung mit Initiativen und dem Referat für Arbeit und Wirtschaft,

Eine Lebensversicherung soll für langfristige und sicherheitsorientierte Anlegende das gesamte Paket sowohl steuerlich als auch insgesamt für existentielle Vorsorge interessant machen.

Die Gesellschaften und ihr öffentlich wirksamer Beirat werden regelmässig die Veränderung der Kriterien in der politischen Entwicklung vorstellen und begründen.

Mitwirkung der Bankinstitute, Ökom, Vertrauenspersonen

Kontrolle

Der Beirat sammelt selbst Informationen und lässt sich von Projekten und Rating-Firmen beraten. Die Mitgestaltungsmöglichkeiten der Anlegenden sollen durch jährliche Informations-Versammlungen und Nachwahlen zum Beirat gesichert werden.

Ob die Form einer Genossenschaft für den Projektbereich und manche der Projekte hilfreich sein kann, soll noch geprüft werden.

mögliche Projekte der nächsten Zeit:

Zukunftswerkstatt ethisch-ökologische Projekte und Geld-Anlagen mit Fachleuten

erste Informations-Veranstaltungen für Interessierte und Auswerung der Reaktionen,

Aufbau eines InformantInnen-Kreises

zur Mitarbeit eingeladen:

Bisher: Fachforum und Anlageberatende bei den Banken, Referat Arbeit und Wirtschaft neu dazu hiermit: Netzwerk Selbsthilfe, Ökobank-Mitglieder München, IBPro Projektberatung, Betriebswirtschaftler an den Hochschulen, kaufmännische Berufsschulen 


offizielles Konzept

München-Fonds

Auf Initiative des Agenda-Forums EineWelt gibt die Stadt München die Einrichtung eines "München-Fonds" in Auftrag. Mit der Einrichtung dieser Geldanlage sollen folgende Ziele erreicht werden: BürgerInnen und Institutionen (primär aus dem Münchner Raum) wird eine unaufwendige Möglichkeit geboten, ihr Geld zu marktüblichen Renditen nach nachhaltigen Kriterien im Sinne der Agenda 21 anzulegen. Zukunftsfähige (ökologischer, ökonomischer und sozial sinnvolle) Ansätze und Projekte in München werden gefördert.

Kriterien

In Frage kommen ausschließlich Unternehmungen, die im Großraum München angesiedelt sind (auch Zweigniederlassungen) oder die einen sonstigen langfristigen Bezug zu München aufweisen können.

Bevorzugt berücksichtigt werden Unternehmungen, die besondere Aktivitäten zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft entwickeln, insbesondere durch ökologisch tragfähige Nutzung der natürlichen Ressourcen (z.B. durch die Entwicklung oder Verwendung erneuerbarer Energien oder durch Maßnahmen zum Luft-/Wasser-/Bodenschutz), durch Stärkung des sozialen Zusammenhalts (z.B. durch Modelle der Mitarbeiterbeteiligung oder durch Projekte zur Förderung des interkulturellen Zusammenlebens) oder der weltweiten Verteilungsgerechtigkeit (z.B. durch Ansätze für faire Wirtschaftsbeziehungen oder durch die Unterstützung benachteiligter Bevölkerungsgruppen).

Ausgeschlossen sind Unternehmungen, die in folgenden Sparten tätig sind

Ausnahmen sind möglich bei Projekten zum Ausstieg.

Die Bewertung der Unternehmungen nach diesen Kriterien erfolgt durch ein unabhängiges Rating-Unternehmen. Ein Fachbeirat und ein Anlageausschuß entscheiden über die Auswahl der Projekte.

Konstruktion des München-Fonds

Der München-Fonds besteht aus zwei Teilen:

Ein offener Pulikums-Fonds mit börsengehandelten Anteilen von Unternehmen, die einen dauerhaften Bezug zur Region München aufweisen können (z.B. durch Haupt- oder größere Zweigniederlassungen)

Ein geschlossener Venture-Capital-Fonds in Form einer Personengesellschaft mit Beteiligungen oder Kreditvergaben an Unternehmungen, die in der Region München ansässig sind. Dies sind z.B. Existenzgründerdarlehen, Contracting-Finanzierungen für Energiesparinvestitionen, Beteiligung an Wohnbau-Genossenschaften, Beteiligung an Jungunternehmen.

Anleger können frei wählen, in welchem Verhältnis sie in die beiden Teile investieren wollen. Zusätzlich wird der Fonds in Form einer Kapital-Lebensversicherung angeboten.

Zielgruppe

Zielgruppe sind sowohl private als auch institutionelle Anleger (Stiftungen, Kirchen, gemeinnützige Organisationen) primär aus dem Raum München, die sensibel sind für die ökologischen, ökonomischen und sozialen Probleme der Welt, die aber nicht zu einem Renditeverzicht bereit sind und kein zeitintensives oder unbequemes Engagement aufbringen können.

Betreuung der Anleger

Die Anleger werden regelmäßig über die die Bestandtteile und über die Anlagepolitik des Fonds informiert, insbesondere werden die Entscheidungsgründe für die Aufnahme in den Fonds offengelegt. Darüber hinaus wird den Anlegern in geeigneter Form ermöglicht, ihr Stimmrecht wahrzunehmen.

Vertrieb des München-Fonds

Der Vertrieb erfolgt über möglichst alle Münchner Banken.

Öffentlichkeitsarbeit für den München-Fonds

Die Stadt München wirbt gemeinsam mit einem (prominent besetzten) Fachbeirat und den anbietenden Banken sowohl bei der Münchner Bevölkerung als auch bei in Frage kommenden Institutionen für den Fonds. 


Runder Tisch "Zukunftsfähige Geldanlagen im Sinne der Agenda 21
- ein ethisch - ökologischer Fonds für München
am Freitag, 19. September 1998, 10.30 bis 13.00 Uhr im Rathaus, Zi. 209

Begrüßung

Bürgermeister Monatzeder begrüßte die Anwesenden. Er erläuterte kurz die Hintergründe der Agenda 21, betonte, daß neue Entwicklungsmodelle auch für die Industrienationen gefordert sind, und wies dabei insbesondere auf die Grundprämisse der gleichrangigen Berücksichtigung von ökologischer Verträglichkeit, ökonomischer Nachhaltigkeit und sozialer Verteilungsgerechtigkeit hin.

Der Aufforderung an die Kommunen, gemeinsam mit den Bürgern und gesellschaftlichen Kräften in einen Konsultationsprozeß zu treten, ist in München Folge geleistet worden. Im Rahmen dieses Konsultationsprozesses, in dem sowohl Visionen als auch konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden sollen, wurde auch die Frage thematisiert, wie man mit Geld nachhaltig, d.h. sozial und umweltverträglich, umgehen kann.

Einführung

Max Deml vom Institut für Öko-Invest-Beratung in Wien wies einführend darauf hin, daß München ein Zentrum der ökologischen Investmentszene Deutschlands sei. Jeder vierte deutsche Öko-Finanzdienstleister habe seinen Sitz hier, ebenso die erste reine ökologisch orientierte Lebensversicherung.

Ein Münchner Institut wird demnächst einen Fonds auflegen, der an den NAX (Natur-Aktien-Index - das ökologische gegenstück zum Dax) gebunden ist. Münchner Banken seien Vorreiter in der Optimierung betriebsökologischer Abläufe, und das erste deutsche Unternehmen, das Öko-Rating anbietet, sei hier beheimatet.

Daher sei die Stadt München prädestiniert für diese neue Idee eines lokal orientierten Öko-Fonds, der sicherlich von allen Großstädten mit Interesse betrachtet und zur Nachahmung anregen würde.

Von ethisch-ökologischen Geldanlagen werde dann gesprochen, wenn zusätzlich zu den üblichen Krieterien wie Rendite, Sicherheit und Liquidität mindestens ein weiteres Positiv- oder Negativkriterium relevant ist. Herr Deml führte aus, daß es schon in den 20er Jahren in den USA den "Pioneer-Fonds" gab, allein dieser Fonds hat heute ein Volumen von 10 Milliarden US$, insgesamt sind die USA im Öko-Investment führend.

In Europa beträgt der Gesamtfinanzumfang ethisch-ökologischer Investments ca. 5 Milliarden DM, eine große Rolle spielen hier die EUROFIRMA-Anleihen und alternative Energien aber auch andere Sektoren wie Naturkost, Kosmetik oder Öko-Immobilien.

Weltweit sind wachsende Tendenzen feststellbar. 98% der angebotenen Produkte beinhalten keinen Renditeverzicht, manche Anbieter stellen verschiedene Zinssätze oder einen Zinsverzicht zur Wahl. Der NAX weise um bis zu 10 % bessere Entwicklungen auf als der Weltmarkt-Index.

Zusätzlich zu den börsengehandelten Anlagemöglichkeiten existiert ein außerbörslicher und ein Venture- Capital-Markt. Herr Deml wies darauf hin, daß das Medieninteresse an ethisch-ökologischen Investments weitaus höher sei als es dem Markanteil entspräche.

Nach Rückfragen ergänzte Herr Deml, daß es keine amtliche Instanz gebe, die inhaltliche und wirtschaftliche Bewertungen von Öko-Aktien durchführe, dies übernehmen derzeit private Organisationen wie die ökom in München.

In der Diskussion sei aber ein Ökolabel für den Finanzbereich (analog dem SA 8000 Sozialstandard). Es sei richtig, daß die deutschsprachigen Umweltfonds schlechtere Ergebnisse ausweisen als der weltweite Durchschnitt. Dies sei darauf zurückzuführen, daß die deutschen Fonds überwiegend in der umwelttechnologischen Branche angesiedelt sind, einer Branche, die nach ursprünglicher Überbewertung stark zurückgegangen sei. Inzwischen werde verstärkt - branchengestreut - Öko-Effizienz als Kriterium vorausgesetzt.

Vorstellung der Idee "München Fonds"

Luise Rauschmayer vom Agendaforum Eine Welt stellte die Idee des "München-Fonds" vor. Dieser sollte - mit deutlichem lokalem Bezug - Münchner Bürgern und Institutionen unkomplizierte Möglichkeiten verschaffen, ihr Geld bewußt anzulegen.

Es ist daran gedacht, Kleinanleger anzusprechen, aber auch Institutionen, die aus ethischen Gründen ihr Geld "sauber" anlegen möchten. So soll der Fonds so ausgestattet sein, daß er auch für Stiftungen in Frage kommt. Sie wies insbesondere darauf hin, daß nicht angestrebt sei, eine zu 100% ökologische und ethische Geldanlage zu entwickeln, sondern daß relativ bessere Wahlmöglichkeiten und Alternativen angeboten werden sollen.

Postive Nebeneffekte können für München die Umsetzung einzelner Agenda-Projekte über den Fonds, für die Banken die Öffentlichkeitswirksamkeit, eine intensivere Kundenbindung und größere Mitarbeiterzufriedenheit sein.

Dazu kamen folgende Anregungen:

Die konkrete Betroffenheit der Menschen muß angesprochen werden, um sie zu aktivieren. Sinnvoll wäre eine vorherige Marktstudie z.B. über eine Befragung der Bankkunden durch die Mitarbeiter, um das Interesse der Anleger einschätzen zu können.

Der Fonds soll nicht nur auf München, sondern auf die Region bezogen werden (z.b. die Bauern aus Münchens Wasserreservoirs). Stiftungen der röm.katholischen Kirche seien verpflichtet, ihr Geld auch nach höchstmöglicher Rendite und schneller Verfügbarkeit anzulegen.

Sofern der Fonds als Wertpapier-Publikumsfonds angelegt sein soll, müsse der Anlegerschutz beachtet werden, d.h. tägliche Verfügbarkeit ist erforderlich. Die meisten Öko-Fonds seien reine Aktienfonds. Da es nur wenige Münchner börsennotierte Unternehmen gebe, die in Frage kommen, sei es schwierig, sich auf lokale Objekte zu beschränken.

Ein München-Fonds könnte zweiteilig aufgebaut werden: ein festverzinslicher Teil z.B. über eine Umweltanleihe der Stadt München und ein Venture-Capital-Teil, über den unmittelbar Unternehmen finanziert werden können, und in dem das Risiko durch die Vielzahl von Anlagemöglichkeiten gestreut werden kann.

Ein offener Publikumsfonds sei aus rechtlichen Gründen wohl nicht möglich, überlegenswert wären ein Zweitmarkt oder ein Garantieregler für den Fonds. Die Stadt München sei durch das Spekulationsverbot in ihren Anlagemöglichkleiten beschränkt, könne jedoch eine zweckgebundene Stadtanleihe auflegen und auch in den Fonds einbringen.

Die Privatbank Delbrück und Co ist interessiert, sich an der Gründung eines München-Fonds zu beteiligen.

Vereinbarungen

Der Arbeitskreis des Fachforums Eine Welt erarbeitet ein konkretes Modell für den Fonds, das die inhaltlichen Kriterien, eine Zielgruppenbeschreibung, Produktvorschläge und einen Zeitrahmen für die Umsetzung beinhaltet.

Herr Nagel, Privatbank Delbrück und Co, Herr Brunner, Hypo-Invest, und Herr Kaul, GLS-Bank, werden den Arbeitskreis unterstützen. Die übrigen Teilnehmer sind an der weiteren Entwicklung interessiert und werden zu einem nächsten Runden Tisch eingeladen.

Für das Protokoll: Renate Hechenberger

einige regelmässige Mitarbeitende (sehr unvollständige Liste! sorry)
Luise Rauschmayer, St. Ingbertstr. 18, 81541 München, 0171-3208445

Referat für Arbeit und Wirtschaft der LH München,Herr Hofbauer
Herzog-Heinrich-Str. 20, 80336 München, 233-21290, Fax 233-27966

Delbrück & Co. , Herr Nagel, Maximilianstr. 8, 80539 München, 290090-27, Fax -50
Stadtsparkasse, Herrn Grolik, Sparkassenstr. 2, 80331 München, 2167-6104, Fax -6140
Hypobank,
Avenida Sponsoring, ... Fundraising,
Ökom oecocapital, Andreas J. Grohmann, Nördliche Auffahrtsalle 22, 80638 München, 157004-52, Fax 157906-52

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