fritz früher
 
© fritz Letsch * Copyleft

  Version 2.3 August 2005
Aktuelles ansonsten auf
 
http://home.arcor.de/letsch/homepage.htm

Textbaustelle: Gliederung für einen nächsten Artikel
nicht wundern, wenn du was nicht verstehst: nachfragen, dann schreib ich: fritz (at) joker-netz.de

7 kleine kapitel zum theater der unterdrückten

fritz letsch theaterpädagoge,
im kollegEnkreis entwicklungsdienst theater - methoden in der Paulo-Freire-Gesellschaft eV

1. Theater und Druck

Wenn wir keine Unterdrückten mehr (er-)kennen,
brauchen wir auch kein Theater der Unterdrückten

Postmoderne Verwirrungen, die in die Ohnmacht der Bürger
in der Globalisierung führen: Wahre Warenwerte oder Werte wahren?

Politikfähig werden heisst, Ausdruck für den eigenen Eindruck zu finden,
und nicht zu wählen, welches der kleineren oder grösseren Übel uns mitspielen soll!


2. Spiel und Schauspiel - Qualitäten

Maximaler Widerspruch der Begriffe und Fähigkeiten: Dieses Spiel ist purer Ernst.
Theater-Künste für die politische Bildung: Theater-Methoden und reflektierte Pädagogik

"Handwerk" des Ausdrucks, der Regie, der Szenen- und Stückentwicklung
Die Szenen der Teilnehmenden und die Kunst des Stückeschreibens
Dramatik und Bühnenkunst, Publikums-Liebe und Dreamatik

Joker als Aus- und Fortbildung für pädagogische Berufe und
als Grundlage für Teilnehmer-nahe beteiligende Moderation


3. Forum-Theater als politische Dialog-Forum

Dialog ist nicht normal:
Unsere herrschende Pädagogik monologisiert in dialogischer Verkleidung

Monologische Tagungsgestaltungen mit geringem Partizipationscharakter
Neue mutige Formen wie Open Space sind näher an den Teilnehmenden:

Dialog braucht Zeit und Einlassen, wirklich gleiche Rechte und den Mut
zu wechselseitigem Perspektivenwechsel und gemeinsamer Verantwortung

Dialog braucht Raum für unerwartete Ergebnisse, die gefeiert werden können


4. Legislatives Theater braucht demokratischen Glauben

Die aktuellen Bilder der Demokratie sind hierzulande müde und kraftlos:
Die Macht der Märkte und Tatsachen ist grösser als die Macht der Menschen

Die Claims sind abgesteckt, stark wäre, wer sich in den Stricken bewegen könnte
ohne ganz Liliput zu zerstören: Sind wir über Beteiligung zu befreien?

Wie wir zu den Informationen über die basis-organisierten Menschen
in den anderen Ländern und zu einer Zusammenarbeit kommen:

Eine-Welt-Netze in allen Städten und Gemeinden nachzeichnen:
Einwelthaus- und lokale Gruppen, Nord-Süd-Forum, Fairhandel, ...
Kirchengemeinden, Caritas und Flüchtlingspolitik,
Selbstorganisierte Migrantengruppen und -kulturen


5. Von der persönlichen Thematik zur öffentlichen Szene

Grundlage jeder Arbeit ist die persönliche Ausgangslage,
die Bereitschaft und Fähigkeit, eigene Kränkungen sichtbar zu machen,
um daraus die Kraft für eine demokratische und politische Aktion zu gewinnen.

Das Persönliche ist der Treibstoff des Politischen,
und wenn wir anderes als Machtanspruch und Karrieren fördern wollen,
braucht das klügere Systeme als die bisherigen von Parteien und Initiativen.

Öffentlicher Dialog ist organisierbar: Wer hat die Fähigkeiten und Kompetenzen dazu?
Die bisher vergebliche Suche nach den angemessen ArbeitspartnerInnen des TDU


6. Anwendungen und Seminare

Grundlagen: Einführung 3 Stunden, und die ersten Szenen stehen
Gründlicher: Power-Point-Vortrag zu den Hintergründen, Literatur

Wochenend-Seminar zu einem persönlich fundierten Thema oder mit
politischer Ausrichtung zur Bildung einer Gruppe und einer Forum-Szene
eine Aufführung nach einer weiteren Probe vor Ort mit Joker möglich.


7. Aus- und Fortbildungen

Nach dem Erleben eines Forum-Theater-Workshops:
dreitägige Fachfortbildung zum Einsatz von Statuen-, Bilder- und Forumtechnik
für sozial- / pädagogisch Vorgebildete mit folgenden Praktika- Begleitungen

mit möglichen Schwerpunkten:
der theaterpädagogischen Grundlagen mit bestimmten Zielgruppen,
der interkulturellen Arbeit,
der Gruppen-Bildung in Selbstorganisation,
der Fortbildung in befreiender Pädagogik (Paulo Freire)
Joker Aus- und Fortbildung als eigene politische Praxis,
gleichberechtigte selbstorganisierte Coaching-Gruppen vor Ort




Link dieser Seite:
http://home.arcor.de/letsch/7kapitel.htm


Anmerkungen, Diskussion und Weiterarbeit im Forum zu partizipativen Arbeitsweisen
Linz 2004 mit Augusto und Julian Boal zum Legislativen Theater



fritz früher
© fritz Letsch * Copyleft:
Die Texte und Bilder auf diesen Seiten dürfen gerne kopiert und abgedruckt werden,
wenn eine korrekte Quellenangabe und eine Mitteilung / Abdruck an mich kommen.
Post an Fritz Letsch, Schellingstr. 91, 80799 München,  mail:  Letsch @ arcor.de